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At-Zeichen
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
top
@
Das At-Zeichen oder kurz At [] (englisch at âbeiâ) ist das Schriftzeichen @. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind Affenschwanz, Affenohr, Affenschaukel oder Klammeraffe, in Deutschland (DIN 5008) heiĂt es auch Adresszeichen.cite-ref-1[1]
Das At-Zeichen ist grundlegender Bestandteil von E-Mail-Adressen, es steht dort zwischen Benutzername und Domain. AuĂerdem wird es als Symbol fĂźr das Internet genutzt, zum Beispiel auf Wegweisern zu InternetcafĂŠs.
Contents
⢠Geschichte
⢠19. Jahrhundert
⢠Firmennamen
⢠Markenzeichen
⢠Buchstabe
⢠Tastatur
⢠Ersetzung
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Geschichte
Ăhnliche Zeichen in Mittelalter und Neuzeit bis zum 18. Jahrhundert
Ăhnliche Zeichen lassen sich seit dem Mittelalter nachweisen. Es ist jedoch umstritten, inwieweit die modernen Verwendungen des Zeichens sich darauf zurĂźckfĂźhren lassen, oder ob dies unabhängige Entwicklungen ähnlicher Zeichen sind.cite-ref-zimmer-2-0[2]
Zwei solcher Verwendungen werden im Mittelalter angesiedelt: entweder die Entstehung als handschriftliche Verschmelzung (Ligatur) der Buchstaben a und d des lateinischen Wortes ad (deutsch: zu, an, bei) oder als AbkĂźrzungszeichen. So soll es im Italien des 16. Jahrhunderts als HohlmaĂeinheit genutzt worden sein.cite-ref-koegel-3-0[3]
Die schlĂźssigste Theorie fĂźr einen tatsächlichen Vorgänger des Zeichens ist, dass die Mauren das Zeichen als MaĂeinheit auf die Iberische Halbinsel brachten, was heute noch auf aus dieser Zeit stammenden Wein- und Olivenfässern zu sehen ist. In der Folge nutzten es spanische, portugiesische und dann auch franzĂśsische Kaufleute, die mit Stieren und Wein handelten, als ein MaĂ fĂźr Festes und FlĂźssiges namens arroba, etwa zehn Kilogramm (25 Libras) oder 15 Liter. Das Wort ist arabisch, اŮعبؚ / ar-rubĘż bedeutet âdas Viertelâ. Die Einheit arroba(s) wurde mit dem Zeichen @ dargestellt. Der Name arroba fĂźr das @ hat sich seither in Spanien, Frankreich, Portugal und Brasilien erhalten.
In einem Mennoniten-Verzeichnis der Stadt Danzig aus den 1660er Jahren wurde das @ als KĂźrzel fĂźr âannoâ (lateinisch âim Jahrâ) verwendet.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]
In den Akten des Reichskammergerichts aus dem 18. Jahrhundert wurde das @ mit der Bedeutung gegen (lateinisch: contra; kontrahiert zu ca) benutzt, beispielsweise Maier @ MĂźller.
19. Jahrhundert
Im angloamerikanischen Bereich hat sich das Zeichen mĂśglicherweise aus franzĂśsisch Ă mit der noch heutigen kaufmännischen Bedeutung entwickelt, wie 2 StĂźck Ă 500 Gramm (= zu je 500 Gramm). Das in der Schreibung des Englischen nicht vorkommende Ă war mĂśglicherweise Händlern mit Beziehungen zu Frankreich geläufig und wurde letztendlich zur fĂźr FranzĂśsischunkundige deutlicheren Form @ modifiziert.cite-ref-zimmer-2-1[2] Es ist seit 1880 auf US-amerikanischen Schreibmaschinen nachgewiesen.cite-ref-zimmer-2-2[2] Als kaufmännisches Zeichen wurde es seinerzeit commercial a genannt. Aus Preisangaben wie 5 apples @ 10 p ergibt sich die Bedeutung: five apples at 10 pence each (â5 Ăpfel zu je 10 Penceâ).
20. Jahrhundert und Gegenwart
Das Fieldata-Computerprojekt des US Army Signal Corps aus den 1950er Jahren verwendete einen Zeichensatz, welcher auch der ursprĂźngliche Zeichensatz der Computer der Serie 1100 von Univac war und der groĂen Einfluss auf den späteren ASCII-Zeichensatz haben sollte. Hier wurde dieses Zeichen als Master Space (MS) bezeichnet und diente zur Einleitung von Steueranweisungen.
Bei der Erfindung der E-Mail 1971 wurde nach einem noch ungenutzten Zeichen im Schriftsatz amerikanischer Fernschreiber (ASCII) gesucht, das zwischen Benutzer- und Rechnername gesetzt wird und die beiden Namen eindeutig trennen sollte. Dabei stieĂ Ray Tomlinson auf das @ und benutzte es als Symbol fĂźr at in E-Mail-Adressen.cite-ref-6[6] Die Benennung at (= âbeiâ) passte auch deshalb, weil der Benutzername vor dem @ eine Person und die Domain hinter dem @ ursprĂźnglich meist den GroĂrechner des Betriebs oder Instituts bezeichnete, bei dem die Person arbeitete.cite-ref-7[7]
Im Englischen wird durchgängig die Aussprache des Wortes âatâ benutzt (wie in Iâm at home), also []; das Zeichen heiĂt dort heute at sign oder commercial at. Der Name wird im Deutschen in der Regel in der Aussprache angepasst und [] (âĂttâ) ausgesprochen.
Seit Anfang 2004 ist das At-Zeichen offizieller Bestandteil des Morsecodes: ¡ââ¡â¡ (Eingabe wie A, gefolgt ohne Pause von C).cite-ref-8[8]
Am 22. März 2010 gab das New Yorker Museum of Modern Art (MoMa) bekannt, dass das Zeichen @ in den Bestand des Museums aufgenommen wurde.cite-ref-koegel-3-1[3]cite-ref-9[9]
Typografie und Aussehen
Das Zeichen besteht aus einer zumeist geschlossenen (âeinstĂśckigenâ) Form des kleingeschriebenen lateinischen âaâ, zumeist auch in geradem (ânormalemâ) Schriftschnitt rechtsgeneigt ähnlich einer kursiven Form mit einem am Auslauf rechts unten ansetzenden, die gesamte a-Form linksläufig in zumeist etwa gleichmäĂigem Abstand umlaufenden und nahe dem Anschlusspunkt frei (in Serifenschriften zumeist in einem spitzen Auslauf) endenden Bogen (âAffenschwanzâ). Die HĂśhe und Lage der a-Form kann dem Kleinbuchstaben âaâ entsprechen (also von der Grundlinie bis zur x-Linie reichen), häufig ist die a-Form aber auch kleiner und liegt dann zwischen den genannten Linien. Der Bogen ragt in jedem Fall unter die Grundlinie und Ăźber die x-Linie, muss aber nicht unten die p-Linie oder oben die H-Linie erreichen.
Im kursiven Schriftschnitt kann, sofern die a-Form (wie zumeist) schon in geradem Schriftschnitt kursiv erscheint, die gleiche Glyphe wie bei geradem Schriftschnitt verwendet werden. In einigen Schriftarten ist hier bei unveränderter a-Form die Rundungsachse des umschlieĂenden Bogens schräggestellt.
Weitere Verwendungen
Ansprache einzelner Personen im Schriftverkehr
Laut DIN 5008 kann das Adresszeichen in an mehrere bekannte Personen gerichteten Texten zur Vereinfachung der Ansprache einzelner Personen verwendet werden. Dabei steht das Zeichen am Zeilenanfang, gefolgt von Leerzeichen, Name und Doppelpunkt; diese Zeichenfolge kann durch Fettschrift hervorgehoben werden.cite-ref-10[10]
Benutzer-Identifikation im Mikroblogging
In Mikroblogging-Texten (z. B. Twitter-Nachrichten) wird das Adresszeichen einem Benutzernamen direkt (ohne Leerzeichen) vorangestellt, beispielsweise wenn man den Text als speziell fĂźr den genannten Benutzer bedeutsam ansieht, oder wenn man sich auf Handlungen oder Texte dieses Benutzers bezieht.
Symbol fĂźr das Internet
Im englischen Sprachraum war das Zeichen schon lange vor dem Aufkommen des E-Mail-Verkehrs in Gebrauch, daher wird es dort nicht als spezifisch mit dem Internet verbundenes Symbol angesehen. Diese symbolische Assoziation ergibt sich in nicht-englischsprachigen Ländern daraus, dass das Zeichen in diesen Ländern vor dem Aufkommen des Internets hÜchstens Programmierern und Heimcomputer-Nutzern geläufig war, aber im Schriftverkehr keine Rolle spielte.
Zeichen fĂźr das Wort bei
Das Zeichen @ wird gelegentlich auch in naturwissenschaftlichen Zusammenhängen, in Datenblättern von elektronischen Bauteilen und in sonstigen Texten zur verkßrzten Schreibweise von englisch at oder deutsch bei verwendet. Beispiel:
⢠d = 1,000 g/ml @ 4 °C, 1015 mbar â die Dichte von Wasser bei einer bestimmten Temperatur und einem bestimmten Druck
In chemischen Formeln wird das Zeichen @ fĂźr endohedrale Komplexe verwendet, bei denen ein Teilchen in einem anderen Teilchen eingeschlossen ist. Beispielsweise ist in He@C60 ein Heliumatom in einem kugelfĂśrmigen MolekĂźl aus Kohlenstoffatomen gefangen.
Auch im US-Sport wird das @ gelegentlich eingesetzt, um das at zu ersetzen. Die Heimmannschaft wird hier als zweites genannt. Beispiel: Arizona Cardinals @ Seattle Seahawks
Programmiersprachen
In älteren Programmiersprachen (zum Beispiel in einigen Dialekten von BASIC oder im Datenbanksystem dBASE) wurde @ manchmal auch als Operator fßr Positionsangaben verwendet, der nur in manchen Dialekten vorhandene BASIC-Befehl PRINT @ 12,10,"HALLO" stellt zum Beispiel das Wort HALLO in der 10. Zeile und ab der 12. Spalte des Bildschirms dar.
In einigen Programmiersprachen, beispielsweise in der Entwicklungsumgebung Delphi verwendeten Variante von Object Pascal, wird mit @ die Speicheradresse einer Variable ermittelt. var p: Pointer; d: Double; begin p := @d; end; ermittelt zum Beispiel die Adresse der Gleitkommavariable d und speichert sie in der Zeigervariablen p.
In der Programmiersprache Forth bezeichnet @ den âFetchâ-Operator, der den Inhalt einer Speicheradresse auf den Stack legt. Der dazugehĂśrige Speicheroperator âStoreâ wird mit â!â bezeichnet, so drĂźckt man beispielsweise C = A + B durch A @ B @ + C ! aus.
In Objective-C leitet das @ das Literal eines String-Objectes ein, beispielsweise @"Simon sagt". Ebenso sind dort (gegenĂźber C) neue SchlĂźsselwĂśrter mit einem voranstehenden @ gekennzeichnet (zum Beispiel @interface, @synchronized etc.).
In Haskell ist das @ (gelesen as, englisch fßr als) ein Schlßsselwort, um dem gesamten Wert eines Pattern-Matchings einen Bezeichner zuzuordnen. Beispielsweise bezeichnet im Ausdruck list@(x:xs), der eine nicht-leere Liste matcht, der Name list die gesamte Liste, während x das erste Element und xs die Restliste bezeichnet; list entspricht also x:xs. Ein solches Pattern wird als as-pattern bezeichnet.cite-ref-12[12]
In Julia wird das @ als Präfix fßr Makros verwendet, beispielsweise @time.
Firmennamen
Bitte den Hinweis zu Rechtsthemen beachten!
In Deutschland war die Zulässigkeit des At-Zeichens und anderer Sonderzeichen, die nicht (wie z. B. das Kaufmanns-Und â&â) Bestandteil der deutschen Rechtschreibung sind, in im Handelsregister einzutragenden Firmennamen zunächst umstritten, kann aber mindestens seit 2009 als prinzipiell mĂśglich gesehen werden.cite-ref-13[13] Noch um das Jahr 2000 herum wurde dies regelmäĂig abgelehnt, beispielsweise in einem Beschluss des Oberlandesgerichtes Braunschweig vom 27. November 2000 (Az. 2 W 270/00, âmet@boxâ),cite-ref-14[14] oder in einem Urteil des Landgerichts MĂźnchen I vom 3. April 2001 (Az. 17 HTK 24115/00, âD @ Bâ).cite-ref-15[15] Bereits 2004 lieĂ das Landgericht Berlin dies jedoch zu (Az. 102 T 122/03, âT@S GmbHâ)cite-ref-16[16], mit Beschluss vom 12. Februar 2009 (Az. 17 HKT 920/09, â@p oHGâ) auch das Landgericht MĂźnchen I.cite-ref-17[17] In der letztgenannten Entscheidung wurde als wesentlich herausgestellt, dass das â@â als das englische Wort âatâ aussprechbar ist und somit der Aussprechbarkeit des Firmennamens nicht im Wege steht. Eine Verwendung des â@â als eine modische Schreibweise des Buchstabens âaâ sei hingegen nicht im Handelsregister eintragungsfähig.
In Ăsterreich ist das Zeichen @ seit dem zum 1. Januar 2007 erfolgten Inkrafttreten des Unternehmensgesetzbuches (UGB) grundsätzlich eintragungsfähig, aber nur dann zulässig, wenn an der Aussprache keine Zweifel bestehen (je nach Verwendung: âatâ oder âaâ oder âKlammeraffeâ).cite-ref-18[18]
Markenzeichen
In Deutschland wurde â@â im Jahr 2012 als Wortmarke fĂźr verschiedene Nizza-Klassen (unter anderem fĂźr Nahrungsmittel und Bekleidung) geschĂźtzt.cite-ref-19[19] Gegen die Eintragung wurde 2013 LĂśschungsantrag aufgrund Nichtigkeit wegen absoluter Schutzhindernisse eingereicht.cite-ref-20[20] 2014 lĂśschte das deutsche Patent- und Markenamt die Marke. Das Bundespatentgericht bestätigte diese LĂśschung 2017 und fĂźhrte aus, dass das @-Zeichen ein grundlegender Bestandteil von E-Mail-Adressen sei.cite-ref-21[21]cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]
Eine internationale Registrierung wurde 2014 zurĂźckgewiesen.cite-ref-24[24]
Buchstabe
Koalib
Die im sĂźdlichen Sudan gesprochene Sprache Koalib verwendet das lateinische Alphabet mit Erweiterung um einige zusätzliche Buchstaben, darunter einem dem At-Zeichen ähnlichen Buchstaben, der in der Schreibung arabischer LehnwĂśrter zur Umschrift des ĘżAin dient. Ein im Jahr 2004 gestellter Antrag, diese Zeichen als lateinische Buchstaben in Unicode aufzunehmen,cite-ref-25[25] wurde abgelehnt, nachdem Bedenken vorgebracht wurden, ein dem At-Zeichen zu ähnlicher Buchstabe wĂźrde Spoofing erleichtern und so SicherheitslĂźcken schaffen.cite-ref-26[26] Ein weiterer 2012 gestellter Antrag, nur den GroĂbuchstaben als nicht in URLs zugelassenes Sonderzeichen zu codieren und fĂźr den Kleinbuchstaben auf das vorhandene At-Zeichen zu verweisen,cite-ref-27[27] wurde ebenfalls nicht angenommen, da die Sprachgemeinschaft stattdessen die Zeichen âś/â (U+24B6 circled latin capital letter a, U+24D0 circled latin small letter a) verwenden kĂśnne.cite-ref-28[28]cite-ref-29[29]
Die sich mit Minderheitensprachen befassende Organisation SIL International pflegt in diesem Rahmen eine Liste von nicht in Unicode aufgenommenen Zeichen, denen sie Codepunkte in der âPrivate Use Areaâ von Unicode zuweist. Hier sind die At-Zeichen-ähnlichen Buchstaben als U+F247 latin small letter at und U+F248 latin capital letter at enthalten. Seit dem 15. Februar 2013 sind mit der Version 6.2a dieser Liste jedoch diese Buchstaben als âdeprecatedâ gekennzeichnet, und auch hier wird stattdessen die Verwendung der eingekreisten Buchstaben âś/â empfohlen.cite-ref-30[30]
Yuchi
Die aktuelle Verschriftung der Sprache der heute in Oklahoma lebenden Yuchi verwendet das At-Zeichen fĂźr den Laut [ĂŚ] wie in Englisch at.cite-ref-31[31] Da diese Verschriftung keine GroĂschreibung verwendet (sondern lateinische GroĂbuchstaben als eindeutige Schreibung spezifischer Phoneme einsetzt), wird keine GroĂbuchstaben-Variante des â@â verwendet.
Geschlechtsneutrale Kurzschreibung (Spanisch)
In spanischsprachigen Ländern wird das At-Zeichen fßr eine geschlechtsneutrale Kurzschreibung verwendet, indem es gleichzeitig den Endungsbuchstaben a (weiblich) oder o (männlich) darstellt. Dies findet sich vorwiegend in informeller Kommunikation wie Chats oder auf Webseiten, aber gelegentlich auch in offiziellen Dokumenten, beispielsweise im bolivianischen Certificado MÊdico de nacid@ viv@ (Lebendgeborenen-Zertifikat).
Darstellung in Computersystemen
Im internationalen Zeichenkodierungssystem Unicode ist das Zeichen im Block Basis-Lateinisch enthalten als U+0040 commercial at. Dies ist die gleiche Position wie im älteren ASCII-Zeichensatz.
Im Internet-Dokumentenformat HTML wird es folgendermaĂen kodiert:
⢠@
⢠@ (hexadezimal) und
⢠@ (dezimal).
Tastatur
Ersetzung
Kann das Zeichen nicht dargestellt werden, weil es in der verwendeten Schriftart oder dem Zeichensatz fehlt (beispielsweise im Teletext oder bei Schreibtelefonen), so kann es eventuell durch HilfswĂśrter wie âatâ (englisch) oder auch âanâ, âbeiâ, âperâ, âproâ, âfĂźrâ oder âjeâ ersetzt werden. Bis 1982 konnte ein von Leerzeichen umschlossenes at statt @ auch im damaligen Internet bei E-Mail-Adressen verwendet werden.cite-ref-32[32] Mit Ersetzung des RFC 733cite-ref-33[33] durch RFC 822cite-ref-34[34] entfiel diese MĂśglichkeit.
Da allerdings praktisch alle modernen Rechnersysteme und -schriften auf Unicode oder dem älteren ASCII-Standard basieren, kann das Zeichen problemlos weltweit dargestellt, verarbeitet, ßbertragen und archiviert werden. Eine Ersetzung aus technischen Grßnden ist deshalb kaum nÜtig. Auch wenn die verwendete Tastatur das Zeichen nicht aufweist, kann es praktisch immer ßber eine entsprechende Funktion des Betriebssystems oder des jeweiligen Texteditors eingefßgt werden.
In neuerer Zeit wird das Zeichen im Internet auch oft durch andere Zeichenfolgen wie zum Beispiel â(a)â, â(at)â, â[at]â oder die oben erwähnten HilfswĂśrter ersetzt, um es Spambots vermeintlich zu erschweren, eine Zeichenfolge als E-Mail-Adresse zu erkennen.
Bezeichnung in anderen Sprachen
⢠Auf Arabisch wird es heute âetâ ausgesprochen (aus dem Englischen entlehnt).
⢠Im Aserbaidschanischen wird es âatâ genannt (aus dem Englischen entlehnt).
⢠Im Baskischen sagt man âa bilduaâ (a gerollt oder a eingehĂźllt).
⢠Im Bulgarischen wird der Klammeraffe âbulgarisch кНŃОПйаâ (âklyombaâ, keine weitere Bedeutung) oder âПаКПŃĐ˝ŃкО аâ (Affen-A) genannt.
⢠Im Dänischen und Schwedischen heiĂt er âsnabel-aâ (RĂźssel-A). Aufgrund der ähnlichen Form wird in Schweden das At-Zeichen oftmals auch als Kanelbulle bezeichnet.
⢠Auf Finnisch hieĂ der Klammeraffe ursprĂźnglich âtaksamerkkiâ (GebĂźhren-Zeichen) oder âyksikkĂśhinnan merkkiâ (StĂźckzahlpreis-Zeichen). Mittlerweile ist die offizielle und verbreitete Bezeichnung aber âät-merkkiâ; alltäglich: âkissanhäntäâ (Katzenschwanz). Bei Angabe von E-Mail-Adressen sagt man âätâ oder âmiuku maukuâ (onomatopoetisch Katze andeutend).
⢠Im FranzĂśsischen ähnlich wie im Spanischen und Portugiesischen (s. u.): âar(r)obas(e)â oder âarrobeâ. Aber auch âa commercialâ.
⢠In Griechenland wird es als Entchen (kleine Ente, griechisch ĎÎąĎΏκΚ âpapakiâ) bezeichnet.
⢠Im modernen Hebräisch wird er umgangssprachlich mit dem deutschen Wort âStrudelâ (in hebräischer Schrift ׊×ר×××) bezeichnet, nach der Form des Gebäcks. Die offizielle Bezeichnung lautet âkeruchithâ (×ר×××ת), das hebräische Wort fĂźr Strudel.
⢠Im Isländischen sagt man âfĂlseyraâ (Elefantenohr) zum Klammeraffen.
⢠Auf Italienisch sagt man âchiocciolaâ (Schnecke) dazu.
⢠Auf Japanisch wird es âattomÄkuâ (ă˘ăăăăźăŻ, âAt-Zeichenâ) genannt. Das Wort ist ein Wasei-Eigo, eine WortschĂśpfung, die sich englischer Begriffe bedient. Es wird manchmal auch Naruto genannt, wegen des Naruto-Strudels oder -Essens (Kamaboko).
⢠Auf Koreanisch wird es â골ëą
ě´â (Golbaengi; zu deutsch âWellhornschneckeâ) genannt.
⢠Im Kroatischen wird es informell âmankiâ genannt. Die Wortbezeichnung ist angelehnt an die englische Aussprache fĂźr den Begriff monkey. Die kroatische Bezeichnung fĂźr einen Affen, majmun, wird nicht verwendet.
⢠In Litauen nennt man den Klammeraffen âEtaâ.
⢠Im Niederländischen spricht man vom âapenstaartjeâ (Affenschwänzchen).
⢠Die Norweger nennen den Klammeraffen âkrøllalfaâ (Kringel-Alpha).
⢠In der polnischen Sprache nennt man das Zeichen âmaĹpaâ (Affe) oder âmaĹpkaâ (Ăffchen).
⢠In Portugal, Spanien und Lateinamerika stand das Zeichen fĂźr ein Gewicht von 25 Pfund (einem Viertelzentner), später fĂźr 15 kg. Sowohl diese Gewichtseinheit als auch das Symbol werden in beiden Sprachen âarrobaâ genannt, von arab. âar-roubâ (das Viertel). Als Zeichen befand es sich vereinzelt auf Schreibmaschinentastaturen dieser Länder.
⢠Im Serbischen ist der Begriff âludo-Aâ (VerrĂźcktes A) verbreitet, aber auch âmajmunâ (Affe), âmajmunsko Aâ (äffisches A) und âmajmunski repâ (Affenschwanz) sind geläufige Begriffe.cite-ref-35[35]
⢠Im Slowakischen und Tschechischen sagt man âZavinĂĄÄâ (Rollmops).
⢠Im TĂźrkischen sagt man âkuyruklu aâ (a mit Schwanz), wobei Kuyruk den Schwanz eines Tieres bezeichnet.
⢠In Ungarn wird es âkukacâ (Wurm), vereinzelt auch âbĂĄjgliâ (~ Strudel) genannt.
Weblinks
Commons
: @
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: @
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Patrik Sneyd: ascii64 â the @ book (ZIP-PDF; 33 MB). Vorwort von Luigi Colani, 11/2006
⢠Where itâs at. World Wide Words, 12. Januar 2002, abgerufen am 15. März 2017 (Herkunft des Symbols und Bezeichnung in anderen Sprachen).
⢠Sven Stillich: Wer steckt hinter dem @-Zeichen? Stern, 7/2006
⢠Felix Munk: Die internationale Geschichte des @-Zeichens. diagramm.net, 11. Oktober 2005, abgerufen am 15. März 2017.
Einzelnachweise
cite-note-zimmer-22. â Dieter E. Zimmer: @, der Klammeraffe (PDF; 200 kB). In: Die Bibliothek der Zukunft (Abhandlung Ăźber die Geschichte des @)
cite-note-koegel-33. â Annette KĂśgel: Jung und schon Museum. In: Der Tagesspiegel online, 16. Juni 2010; abgerufen am 28. Juni 2010. Wortgleich: Das @ ist museumsreif. Zeit online, 17. Juni 2010
cite-note-44. â The 1661 Census of Mennonites in Danzig. In: mennonitegenealogy.com. Abgerufen am 27. Oktober 2021.
cite-note-55. â Catalogus frembder Mennonisten, so allhier Rauch halten. In: mla.bethelks.edu. 1661, abgerufen am 27. Oktober 2021.
cite-note-66. â Bert Ungerer: 40 Jahre Netzwerk-Mail â Ein Zeichen. ix â Magazin fĂźr professionelle Informationstechnik, November 2011, abgerufen am 25. November 2013.
cite-note-77. â A. Rawsthorn: Why @ Is Held in Such High Design Esteem. In: The New York Times. 21. März 2010.
cite-note-88. â Update fĂźr das Morse-Alphabet. heise online, 18. April 2004.
cite-note-99. â Paola Antonelli: @ at MoMA (Blogeintrag). MoMA New York, 22. März 2010, abgerufen am 22. Januar 2021.
cite-note-1111. â Fehler-Kontroll-Operatoren. PHP Handbuch
cite-note-1212. â Keywords â HaskellWiki. In: wiki.haskell.org. Abgerufen am 4. Januar 2017.
cite-note-1313. â Dokumenten-Nr.: 110916426: Sonderzeichen kĂśnnen im Handelsregister eingetragen werden. Industrie- und Handelskammer Hannover, 18. November 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂźgbar) am 5. Dezember 2014; abgerufen am 13. April 2013.
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